https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/diuretika/2216
- Seit 1985 bekanntes pharmakologisches Konzept bei diuretikaresistenter Wasserretention im distalen Tubulus
- übliche Schleifendiuretikum-Monotherapie gelegentlich trotz intravenöser Gabe und hoher Dosierung frustran
- Sog. Diuretikaresistenz der Schleifendiuretika (frühdistales Tubulus) bedingt durch kompensatorische Rückresorption von Natrium und Wasser im spätdistalen Abschnitt
- Die Rückresorptionsquote wird beim Einsatz eines Schleifendiuretikums tendenziell vergrößert
- Thiazide und MRA hemmen die Rückresorption gerade im spätdistalen Tubulus
- Die kombinierte Blockierung heißt sequenziell (lateinisch: sequens = folgend), weil sie schrittweise im distalen Tubulus erfolgt
- potenzierte Hypokaliämie von MRA kompensiert
- Mögliche Hyperkaliämie von MRA bei NI wieder von Schleifendiuretikum (Torasemid) + Thiazid (Xipamid) kompensiert
https://dosing.de/popup_niere.php?monoid=695
https://dosing.de/popup_niere.php?monoid=935
https://dosing.de/popup_niere.php?monoid=632
https://www.aerzteblatt.de/archiv/78327/Arzneimitteltherapie-bei-Patienten-mit-chronischem-Nierenversagen - Einzelne Diuretika müssen soweit niedrigdosiert bleiben
- Niedrige Dosen der Kombination wirksamer und zugleich nebenwirkungsärmer
- Engmaschige Labor- und RR-Kontrollen erforderlich als die hochdosierte Monotherapie
Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/5687
https://www.aerzteblatt.de/archiv/11868/Bei-Diuretika-Resistenz-empfohlen-Sequentielle-Nephronblockade
https://www.cfrjournal.com/articles/HF-drugs-titrating-diuretics-chronic
https://www.fortbildung.usz.ch/pdf/FS2017/2017-04-06_lunch-symposium.pdf
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0735109710036442
Fazit:
Niedrige Dosen der Kombination sind wirksamer und zugleich nebenwirkungsärmer. Wir sollten diese gut überlegt einsetzen anstelle von hochdosierter Monotherapie, gerade bei Problempatienten.
Fazit Regen:
Wenn Schleifendiuretikum alleine nicht wirkt, geben wir Xipamid niedrig dazu. Falls auch das nicht hilft, wird eine stationäre Einweisung kaum zu vermeiden ist. Eher langsam die Diuretikadosis erhöhen (sanfte Diurese).