Mildes Asthma – grundlegender Wandel in der Stufentherapie?

Arzneimitteltelegramm

Die internationale Leitliniengruppe GINA hat 2019 ihre Empfehlungen für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene mit mildem Asthma grundlegend geändert:
Die alleinige Verwendung der bei Bedarf inhalierten schnell- und kurzwirkenden Betamimetika (SABA) wie Salbutamol (SULTANOL, Generika) erachtet die GINA auch auf Stufe 1 des medikamentösen Stufensche-mas (siehe Abb.) nicht mehr als ausreichend. Stattdessen sollen bei Symptomen zusätzlich niedrigdosierte inhalative Kortikosteroide (ICS) wie Budesonid (PULMICORT, Generika) angewendet werden. Diese sind dafür allerdings hierzulande nicht zugelassen. Die GINA bevorzugt in diesen Situationen die in Deutsch-land dafür ebenfalls bislang nicht zugelassene Kombination aus ICS und dem schnell- aber dennoch lang-wirkenden Betamimetikum (LABA) Formoterol (FORADIL, Generika). Formoterol darf aufgrund von Sicher-heitsbedenken bei Asthma nicht zur Monotherapie verwendet werden, ist in Kombination mit ICS inzwi-schen jedoch gut untersucht und sicher .

Fazit:

Wir haben den Eindruck, dass unsere Patienten, wenn sie vom Lungenfacharzt kommen, nicht gut kurzfristig oder langfristig eingestellt sind.
Eine Behandlung, den Asthmatiker so zu behandeln, dass man mit Stufe III beginnt und dann zügig auf Stufe II oder Stufe I heruntergehen. Wenn es akut schlechter Wird, Notfallspray dazu oder eine Stufe höher gehen.

Fazit Regen:

In der Gruppe wird häufig diese Kombination aus ICS und LABA eingesetzt. Bei Hyperreagiblem Bronchialsystem und bei quälendem, länger anhaltendem Reizhusten nach Virusinfekt.
Im Grunde spart die Bedarfsmedikation mit ICS/LABA die Menge an inhaliertem ICS. Auch die Akzeptanz der Patienten könnte damit steigen, allerdings auf Kosten der Symptomkontrolle.

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